Mahren - Das Leben von seiner schoensten Seite
    
   


  



Geschichte

» Das Dorf und seine Menschen

    Ein eigen, knorriges Geschlecht,
    Zielstrebig, zäh, gerecht,
    Wie Kletten in Gefahren!
    Das ist das Volk von Mahren.

    Gedicht aus der Mahrer Chronik von Paul Frey

    Der 'Weiler' Mahren ist eigentlich schon seit Jahrhunderten Teil der Gemeinde Lostorf, und hat dennoch über die Generationen hinweg seinen selbständige Charakter und seine eigene Identität bewahrt. Die folgenden Aufnahmen sind nicht nur stumme Zeitzeugen und historische Dokumente, sie sind in vielen Bereichen auch Zeugen dieses eigenständigen Charakters.

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    Das Restaurant Frohsinn, oder einfach 'Pintli' genannt, wurde 1904 gebaut und hatte Anfangsprobleme, bis 1919 Marie Strub-Gubler mit Ehemann Arnold die Führung übernahm. Dank dem Einsatz von Tochter Trudi Gubler, die diese Aufgabe am 1. Juli 1950 ebenfalls übernahm, blieb der Frohsinn bis 1990 in Familienbesitz. Während vielen Jahren wurde auch noch bis 1986 in einem Nebengebäude ein Usego-Laden geführt, wodurch das 'Pintli' erst recht zu einem Treffpunkt wurde. Der zwischen 1987 und 1997 eingesetzte Migros Verkaufswagen konnte diese Funktion jedenfalls nicht wettmachen.

    Familie Ernst Gubler um 1920  Das Restaurant Frohsinn um 1916 Feiern im Restaurant Frohsinn um 1961 Mahrer Teekraenzli am 22. Januar 1938 Familie Erwin Gubler um 1936 Der Juenglingsverein Lostorf und Niederamt mit Pfarrer Niggli um 1940 Der Zimmermann Simon Guldimann Die Scharsmattenstrasse um 1968

    Mahren hatte von 1837 bis 1912 eine eigene Schule für die jeweils 30 bis 40 Schüler des Dorfes. Nachdem Lostorf schon mehrmals vergeblich versucht hatte die Schule zu schliessen, gelang es dem Lostorfer Gemeinderat jedoch erst 1912, gegen den heftigen Widerstand der Mahrer, und nach Anrufung des Bundesrates, die Mahrener Gesamtschule zu schliessen. Allerdings mussten der Gemeinderat verschiedene Bedingungen erfüllen Bspw.:'Trockenes Schuhwerk, Führen des Schneepfluges vor dem Unterricht, und eine Schulküche im Winter.'

    Die Schüler der Mahrer Gesamtschule im Jahre 1896 Mahrer Jugendliche um 1948 Ausflug der Mahrer Jugend um 1948 Mahrer Schüler auf Landwirt Schäuber's Wiese um 1943

    Das Eieraufleset war während Jahrzenten und bis in die 80er Jahre eine fest verankerte Tradition in Mahren. Ursprünglich waren nur zwei Mahrer dabei aktiv beteiligt, während das ganze Dorf als Zuschauer dabei war. Der eine musste eine Reihe von 100 Eiern nacheinander auflesen und in ein Tuch am Ende der Reihe werfen. Der Gegner musste zur gleichen Zeit nach Lostorf und zurück rennen. Wer zuerst die Aufgabe gelöst hatte, war der Sieger. Ein paar Tage später gab es dann Rührei für alle.

    Die Eieraufleset als Volksfest Der 'Aufleser' und 'Werfer' Der 'Renner' Am Schluss zählte vor allem das Mitmachen


» St. Antonius Kapelle

    In den 1940er Jahren konkretisierte sich der Wunsch der Mahrer Bevölkerung nach einem eigenen Gotteshaus. Zu dieser Zeit wohnten 147 Katholiken in Mahren. Am 26. März 1947 wurde der Kappellenverein St. Antonius. Mit verschiedenen Aktivitäten, unter anderem Volksfesten wurde Geld gesammelt. Eine ausserordentliche GV beschloss am 13. April 1950 mit einem Vermögen von 25'000 Franken den Bau der Kapelle, und man ging daran die Idee in die Tat umzusetzen.

    Küche und Festwirtschaft 1948 Tombola und Losverkauf Der Erlös der Feste war für die Finanzierung der Kapelle bestimmt Das Kapellenfest wurde zum Fest der Mahrer

    Nach den Plänen und unter Leitung von Architekt Werner Guldiman ging man zügig ans Werk, und am 17. Juni 1950 erfolgte der Spatenstich. Auch dank unzähliger Stunden 'Freiwilligenarbeit' der Mahrer konnte die Kapelle bereits am 28. Oktober eingeweiht werden.

    Heute ist die Kapelle zu einem Wahrzeichen von Mahren geworden und jeden letzten Freitag im Monat um 19:30 Uhr wird eine Eucharestiefeier begangen. Die Kapelle wird zudem auch für Hochzeiten und Taufen genutzt.

    Der Kapellenverein St. Antonius, eine der grössten Vereine der Gemeinde, ist Besitzer und damit verantwortlich für den Unterhalt der Kapelle und deren Umgebung. Jedes Jahr wird zu Ehren des Patrons der Antoniussonntag gefeiert, es findet jeweils im April eine GV statt, und im Dezember wird der 'St. Nikolaus' zusammen mit den Kindern von Mahren empfangen.

    Freiwillige an der Arbeit 1950 Das Baugerüst wird begutachtet Rohbau von Südwesten Rohbau von Westen

    Grossbaustelle Mahren... Die Eingangsüberdachung der neuen Kapelle Der Ort der neuen Kapelle wird gesegnet Die fertige Kapelle nach der Einweihung 1950


» Das Mahrer Kreuz

    Beim ursprünglichen Mahrer Kreuz handelt es sich wahrscheinlich um ein Pestkreuz das um 1620 erbaut wurde, als in weiten Teilen der Schweiz und Europas wieder einmal Pestepidemien wüteten. Das Kreuz entwickelte sich bald zu einem bekannten Wallfahrtsort, das vor allem von tausenden von Kranken aus den Regionen Solothurn, Aargau und Basel besucht wurde. Ueber die Jahrhunderte verwitterte das hölzerne Kreuz so sehr, das es am Ende des 18. Jahrhunderts kaum mehr zu erkennen war. Als Dank für die wundersame Genesung seiner vier kranken Pferde wurde das Kreuz durch einen Mahrer Bauern, den 'Mahrerjoggi', erneuert, und es hielt bis 1848, als erstmals ein steinernes Kreuz gebaut wurde. Dieses wiederum wurde 1958 durch eine genaue Kopie ersetzt, und steht bis heute am Rande des Balmiswald.

Das Mahrer Kreuz wie es sich seit 1958 präsentiert

    Einige Jahreszahlen beruhen auf Schätzungen und mündliche Ueberlieferung. Falls sie zusätzliche Informationen und Beiträge haben, senden sie diese bitte an den Webmaster oder kontaktieren sie einer der Kontaktpersonen.

 


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